Hallescher Rotspon

Leipziger Rotspon

Schon im 14. Jahrhundert brachten Kaufleute der Hansestädte auf dem Rückweg von ihren Salz-, Fisch- oder Getreidefuhren nach Frankreich edle Bordeauxweine in den Norden Deutschlands.
Da die Eichenholzfässer, in denen der Wein während der überfahrt lagerte, die rote Farbe des Weines annahm, wurde der abgefüllte Tropfen "Rotspon" (=roter Span) genannt.
Je nach Hafen: Hamburger, Bremer oder Lübecker Rotspon. Es ist davon auszugehen, dass in dieser Zeit auch der Wein bis in die Städte Halle und Leipzig gebracht wurde.

Mit dem Niedergang der Hanse ging die Erinnerung an den Rotspon fast völlig verloren. Dieser Wein dürfte seit Jahrhunderten der Erste sein, der sich als Hallescher bzw. Leipziger Rotspon bezeichnen kann.
Der aufwändige Transport mit der Hansekogge ist heute natürlich nicht mehr erforderlich, doch die Lagerung in Eichenfässern bleibt ein bestimmendes Merkmal dieses